Vor einer Behandlung sollte Ihr Pferd nicht gearbeitet haben und trocken und sauber sein.

Bevor ich dann mit der Behandlung beginne, möchte ich einige Dinge über Ihr Pferd erfahren. Dazu gehören neben den eventuellen Probleme und der Krankengeschichte, das Alter, das Einsatzgebiet, die Haltungsbedingungen usw. Gleichzeitig wird das gesamte Pferd angeschaut und anschließend sein Körper auf der Suche nach Bewegungseinschränkungen abgetastet.

Die eigentliche Behandlung ist dann eine Kombination aus verschiedenen sanften, manuellen Techniken. Zu diesen Techniken gehören Manipulationen der Wirbelsäule und eventuell anderer Gelenke, fasziale Techniken, viszerale Techniken um Organe zu beeinflussen und/oder cranio-sakrale Techniken. Manche Techniken sind deutlich zu beobachten, andere sind fast nicht zu sehen. Aber häufig sieht man dem Pferd an, dass etwas passiert, sich etwas verändert. So kann ein Pferd zu kauen anfangen und sich die Lippen lecken, gähnen, seufzen, sich anders hinstellen, seinen Kopf fallen lassen, Blähungen bekommen oder äppeln.

Nach einer Behandlung ist es schön, wenn Ihr Pferd die Zeit bekommt, sich an die veränderte Situation zu gewöhnen. Abfallstoffe müssen aus dem Körper abgeführt werden und das Pferd muss seine (innere) Balance wieder finden können. Es ist anzuraten, dem Pferd nach einer Behandlung einige Tage bis hin zu einer Woche die Möglichkeit zu geben, sich frei zu bewegen. Auf der Weide oder dem Paddock und eventuell ergänzt durch Schrittführen an der Hand. Danach kann unter dem Sattel mit Schrittarbeit begonnen werden, wobei das entspannte Vorwärts-Abwärts-Reiten von großer Bedeutung ist. Dies wird ruhig aufgebaut, so dass ca. zwei Wochen nach einer Behandlung auch das gewohnte Training wieder Schritt für Schritt angegangen werden kann.

Osteopathie eignet sich für jedes Pferd, nicht nur für Turnierpferde, denn jedes Pferd will sich gerne in seinem Körper wohl fühlen.